Aktueller Stand


Gesperrte Gebäude:
- ehemaliges Kiosk-Gebäude (derzeit Küche/Fahrradwerkstatt/Büro)
- Arkaden (ehemalige Umkleiden)
- große, überdachte Halle (keine direkten Bauarbeiten, aber Zugang nicht möglich)
Aktuelle Arbeiten:
- Dacharbeiten an den Arkaden (ehemalige Umkleiden)
- Dacharbeiten am ehemaligen Kiosk-Gebäude (Küche/Fahrradwerkstatt/Büro)
Hinweis: Die Fahrradwerkstatt ist geöffnet, befindet sich aber jetzt im Gebäude der ehemaligen Damen-Toiletten, vom Eingang aus links, ganz am Ende der Gebäudereihe.
Das Projekt:
Ein Freibad wird zum Bürgerpark
Zwei Hektar für alle

Seit 2021 entwickelt der Verein Gemeinsam für Vielfalt e. V. gemeinsam mit der Stadt Unkel das Gelände des ehemaligen Freibades zu einem Bürgerpark. Er steht allen offen – kostenlos, barrierefrei und ohne Anmeldung.
Auf zwei Hektar wurden schon viele Projekte umgesetzt, unter Anderem:
- der Wheelpark „Wheelie“ im früheren Nicht-schwimmerbecken
- der Matschspielplatz im ehemaligen Kleinkinder-Planschbecken
- der Gemeinschafts-, Kräuter- und Insektengarten
- die Fahrradwerkstatt und die Gemeinschaftsküche
- das Ziegengehege der Kita
- ein Büro für Integrationsberatung
Vereine, Schulklassen, Familien, Seniorengruppen und Geflüchtete treffen sich hier – oft zum ersten Mal.
Aber die Gebäude machen nicht mit.
Die Häuser stammen aus den 1960er Jahren: ungedämmt, einfach verglast, notdürftig und ineffizient beheizt mit Strom-Radiatoren und Gasbrennern. Im Winter muss die Sanitär-anlage bei Frostgefahr geschlossen werden. Und im Sommer heizen sich Terrasse und Wheelpark so stark auf, dass sie an immer mehr Tagen kaum nutzbar sind.
Genau hier setzt das Projekt an:
Der Bürgerpark in Unkel: ein Modellprojekt für die Gemeinschaft, Umwelt und Klimaresilienz
Was jetzt gebaut wird
Gebäude 1 – Küche, Fahrradwerkstatt, Büro
Das marode Dach wird komplett neu aufgebaut, gedämmt und extensiv begrünt. Die Außenwände erhalten eine mine-ralische Innendämmung, alte Stahltüren und Einfachver-glasung weichen neuen Fenstern und Türen. Statt Strom-Radiatoren kommt eine wasserführende Deckenheizung.
Warum von innen dämmen? Der Park liegt im Überschwem-mungsgebiet des Rheins – die äußere Form der Gebäude darf sich nicht verändern. Die gewählten mineralischen Platten nehmen im Hochwasserfall Feuchtigkeit schadlos auf.
Gebäude 2 – Sanitär und Technik
Dachdämmung mit Begrünung und ebenfalls eine Deckenheizung. Damit bleiben die Toiletten künftig auch im Winter durchgängig geöffnet.
Wärme und Schatten
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Pufferspeicher versorgt Gebäude 1 und 2 mit Raumwärme und Warmwasser. Zwei große Sonnensegel beschatten den Wheelpark (ca. 150 m²) und die Terrasse (ca. 100 m²).
Gebäude 3 – die alten Umkleiden
Die sechs offenen Kabinen bekommen ein neues, begrüntes Dach – als schattiger, gut belüfteter Aufenthaltsort für Klein-gruppen, Unterricht und Ausstellungen.
Was das bringt
Rund 80 Tonnen CO₂ weniger – jedes Jahr!
Dämmung, neue Fenster und Wärmepumpe zusammen sparen nach der Berechnungshilfe der Energieagentur Rhein-land-Pfalz etwa 80 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Der U-Wert der Dächer sinkt von 2,8 auf 0,2 W/(m²K), der der Außenwände von 1,54 auf 0,56 W/(m²K).
Der Park bleibt im Winter offen
Beheizbare, gedämmte Räume bedeuten: Küche, Sanitär-bereich, Fahrradwerkstatt und Integrationsberatung sind ganzjährig nutzbar – nicht nur von April bis Oktober.
Kühle Orte an heißen Tagen
Sonnensegel und begrünte Dächer senken die Temperatur spürbar. Wer in einer aufgeheizten Wohnung lebt, findet hier einen frei zugänglichen Rückzugsort. Schulklassen und Gruppen können ihre Stunden hierher verlegen.
395 m² neues Gründach
Begrünte Dächer binden CO₂, filtern Schwebstaub aus der Luft und kühlen durch Verdunstung. Bepflanzt wird mit heimischen, klimatoleranten Arten – zusätzlicher Lebens-raum für Wildbienen, Hummeln und Vögel, direkt ange-bunden an den artenreichen Park.
Modell für die Region
Dämmen und heizen im Überschwemmungsgebiet ist eine Herausforderung, die viele Gebäude am Rhein betrifft. Die hier gefundene Lösung lässt sich anderswo nachmachen – und im Bürgerpark anschauen.
Zeitplan, Kick-off und Mitmachen
So geht es weiter:
- ab Juli 2026: Gebäude 1 (Küche, Fahrradwerkstatt, Büro) und Gebäude 3 (ehemalige Umkleiden)
- anschließend: Gebäude 2 (Sanitär und Technik)
- zum Schluss: Montage der Sonnensegel
- bis Ende 2026: Fertigstellung und Projektabschluss
Was das für Ihren Parkbesuch bedeutet
Der Bürgerpark bleibt während der Bauzeit geöffnet. Einzelne Gebäude und Bereiche sind aber zeitweise gesperrt, und es wird zeitweise laut und staubig. Wir bitten um Verständnis – und informieren laufend hier (siehe oben unter „Aktuelles“, über Aushänge und die Presse).
Kommen Sie zu den Informationsveranstaltungen
Zu Beginn und zum Ende des Projektes finden im Bürgerpark Informations-Veranstaltungen zum Projekt statt. Wir stellen das Vorhaben vor, zeigen die Pläne und beantworten Fragen. Für Getränke, Snacks und ein Kinderprogramm ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.
Die Kickoff-Veranstaltung findet statt am Freitag, 21. August um 16.00 Uhr im Bürgerpark.
Mitmachen erwünscht
Der Bürgerpark lebt vom Ehrenamt. Ob Gartenarbeit, Fahr- radwerkstatt, Veranstaltungen oder Öffentlichkeitsarbeit – wir freuen uns über jede helfende Hand.
Ein Projekt von Stadt und Verein
Das Vorhaben wird mit 592.500 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.
Die Stadt Unkel ist Eigentümerin des Geländes und Empfängerin der Förderung, der Verein Gemeinsam für Vielfalt e. V. setzt das Vorhaben um und betreibt den Bürgerpark – Hand in Hand.


